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16.01.07

IUF Kommentar 1/2007

Sascha Tamm, IUF

Träume sollen Wirklichkeit werden - das erhoffen viele Menschen zum Jahreswechsel. Auch die Freunde der Freiheit, die im Dezember bei der Weihnachtsfeier des Institutes für Unternehmerische Freiheit in Berlin zu Gast waren, haben Träume für das Jahr 2007 und die weitere Zukunft. Hier eine kleine Auswahl aus dem Inhalt des „Wunschbriefkastens":  

 

Viele der ganz konkreten Forderungen scheinen leicht erreichbar- ein in Berlin-Mitte wohlbekannter liberaler Lokalpolitiker strebt die Kanzlerschaft an, andere wünschen Liebe, Sex, Gesundheit, Sonnenschein und Alkohol für alle oder wenigstens für sich selbst. Zur Liebe gibt es gleich eine konkrete Forderung: Ersetzung der staatlichen Ehe durch private Verträge.  

 

Schwieriger wird die Umsetzung schon, wenn es um politische Vorstellungen geht. Zuerst einmal geht es um die Abschaffung von freiheits- und eigentumsfeindlichen Institutionen: Die Wehrpflicht soll ebenso wie die GEZtapo und der Zwangspfand verschwinden. Gleiches gilt für Subventionen, inklusive des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und der Flächentarifverträge.  

 

Doch unsere Gäste waren nicht nur negativ - auch wenn das aus freiheitlicher Sicht auf den Staat sicher eine sehr notwendige Perspektive ist. Sie wünschen sich ganz verschiedene konkrete politische Veränderungen:  

 

  • private Sozialversicherungen

oder doch wenigstens  

  • Freiheit bei der Wahl der Krankenkassen und des Versicherungsumfangs
  • ein privates Bildungssystem, inkl. der Privatisierung aller Universitäten und aller Forschungseinrichtungen
  • den Ersatz der Sozialleistungen durch negative Einkommensteuer/ Bürgergeld
  • die Privatisierung des Straßennetzes - auch in den Innenstädten

oder auch  

  • eine goldgedeckte Währung

 

Einige Wünsche zielen sogar auf prinzipielle Änderungen des politischen Systems. So erträumt sich einer unserer Besucher ein Mehrheitswahlrecht und ein Regierungsmodell wie in den USA, ein anderer die Möglichkeit, Wahlen zu annullieren, die aufgrund von Wählertäuschung gewonnen wurden.  

 

Mit den Gewerkschaften im „Gewerkschaftsstaat BRD" werden keine weihnachtlichen Gefühle verbunden. Stattdessen sollen die Arbeitnehmer am Investitionsvermögen stärker partizipieren. Das schafft ganz neue Anreize - vielleicht auch für die Menschen an der Macht. Die sollen darüber reflektieren, was sie tatsächlich mit ihren Entscheidungen bewirken. Vielleicht kann dann noch vermieden wären, was sich ein anderer Gast - so gar nicht weihnachtlich - wünscht: Den Zusammenbruch der Abzocker- und Bevormundungsstaaten.  

 

Und zum Schluss wird noch ein werbender Hinweis gewünscht: Der Libertäre Stammtisch trifft sich jeden zweiten Donnerstag, Infos unter gernot@gmail.com.  

 

Autor:  

 

  • Sascha Tamm, IUF

 

Der IUF comment erscheint regelmäßig als Stimme der Freiheit. Über Kommentare zum Kommentar freuen wir uns! Gern können Sie den comment an Interessierte weiterleiten.  

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ZITATE

Friedrich August von Hayek (1899-1992)

"If we wish to preserve a free society, it is essential that we recognize that the desirability of a particular object is not sufficient justification for the use of coercion"

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