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12. März 2008 - Berlin

Kostenexplosion im deutschen Gesundheitswesen – Sind Kosten-Nutzen-Bewertungen eine Lösung?

Internationale Veranstaltung mit dem Stockholm Network

Die deutschen Gesundheitsausgaben steigen dramatisch an - in den letzten vier Jahrzehnten haben sie sich real vervierfacht. Da unsere Gesellschaft altert, wird sich dieser Trend in Zukunft noch beschleunigen. In der Bevölkerung gibt es heftigen Widerstand gegen Leistungseinschränkungen, aber die Krankenversicherungsbeiträge werden bereits jetzt als zu hoch wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund wird Gesundheitstechnologiebewertung (auch Health Technology Assessment oder HTA), also die systematische Bewertung von Kosten und Nutzen einer medizinischen Leistung, als eine objektive und wissenschaftliche Antwort auf dieses Dilemma dargestellt. Unabhängige Institutionen wie das IQWiG, so behaupten Befürworter, könnten objektiv bewerten, welche Medikamente aus öffentlichen Mitteln finanziert werden sollen, und welche aufgrund hoher Kosten und geringem Nutzen für den Patienten abgelehnt werden können. Dadurch könnten, so wird behauptet, überflüssige Ausgaben eingespart werden, ohne die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens zu schmälern.  

 

Die zunehmende Verwendung von HTA wirft wichtige, aber selten beachtete Fragen auf. Ist HTA wirklich ein objektives und wissenschaftliches Instrument, oder dient es lediglich der Rationierung von Gesundheitsleistungen? Gibt es einen methodischen Goldstandard, der überall Anwendung findet, oder wird HTA überall unterschiedlich interpretiert, je nach politischen und institutionellen Gegebenheiten? Warum konnte sich dieses Phänomen bislang einer kritischen öffentlichen Debatte entziehen? Ist HTA vereinbar mit Wahlfreiheit für Patienten und therapeutischer Autonomie für Ärzte? Und welche Auswirkungen hat HTA auf den künftigen medizinischen Fortschritt?  

 

Zum ersten mal trifft sich eine Gruppe führender Think Tanks, um diese Themen zu diskutieren.  

Programm

18.00 Uhr Registrierung

18.30 Eröffnung

Helen Disney

Geschäftsführerin des Stockholm Network, London  

 

Wolfgang Müller  

Geschäftsführer des Instituts für Unternehmerische Freiheit, Berlin  

 

Peter Pitts  

Direktor des Center for Medicine in the Public Interest, New York  

18.45 Uhr Vorträge

Moderation  

Dr. Meir P. Pugatch  

Forschungsdirektor des Stockholm Network, London; Dozent an der Universität Haifa  

 

Der Wert medizinischer Innovation im Kontext von HTA  

Prof. Dr. Frank Lichtenberg  

Courtney C. Brown Professor of Business an der University of Columbia  

 

HTA und politische Einflussnahme - das Beispiel des IQWiG in Deutschland  

Dr. Christian Behles  

Direktor & Professor; Drug Regulatory Affairs an der Universität Bonn  

 

Hat Gesundheit doch einen Preis? Der Gebrauch von Kosten-Obergrenzen in der HTA  

Kristian Niemietz  

Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Gesundheits- und Sozialpolitik beim Stockholm Network  

 

anschließend Fragen und Diskussion  

 

Die Veranstaltungssprachen sind Deutsch und Englisch  

(mit Simultanübersetzung Deutsch - Englisch und Englisch - Deutsch)  

20.15 Uhr Wein & Canapés

Veranstaltungsort

Kleiner Festsaal  

Hackesche Höfe  

Rosenthaler Str. 40/41,  

Hof I  

10178 Berlin  

 

Wegbeschreibung  

Anmeldung

Aufgrund der begrenzten Sitzplätze bitten wir um Anmeldung  

 

Anmeldung mit vollem Namen an:  

Institut für Unternehmerische Freiheit  

Email: info@iuf-berlin.org  

Fax: 030 6920 80039  

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ZITATE

Friedrich August von Hayek (1899-1992)

"Economic control is not merely control of a sector of human life, which can be separated from the rest; it is the control of the means for all our ends. And whoever has control of the means must also determine which ends are to be served, which values are to be rated higher and which lower, in short, what men should believe and strive for."

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